Bürgerinnen und Bürger diskutieren neue Ideen für die Neubrandenburger Stadtviertel West und Mitte

01. November 2022

Neubrandenburger Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für ihre Stadt. Dazu trafen sich am Donnerstag, 27. Oktober, rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Hochschule Neubrandenburg, um sich über Probleme, Visionen und neue Kommunikationsstrukturen in den Stadtvierteln West und Mitte auszutauschen.

Von 5 bis 90 Jahren waren alle Altersgruppen sowie Vertreterinnen und Vertreter aller benannten Stadtteile – Innenstadt, Rostocker Viertel, Broda, Weitin – bei der intensiven Diskussion dabei. Unter anderem bearbeiteten sie an diesem Abend schon konkrete Ideen, wie die Sicherheit von Kindern, die Mobilitätsinfrastruktur, der Kleingarten als Chance für die junge Generation oder ein Mehrfunktionen-Haus.

Unterstützung des Bürger-Engagements

Eine große Chance ist dabei das durch den Bund geförderte Modellprojekt „Zukunftswerkstatt Kommunen – attraktiv im Wandel“ (ZWK), das eine Begleitung des Bürger-Engagements bis Ende 2024 ermöglicht. In enger Zusammenarbeit mit dem Generationenkoordinator der Vier-Tore-Stadt können Beratungs- und auch Sachmittel eingesetzt werden, um junge Projekte und Initiativen zu unterstützen.

Zudem ist die im westlichen Stadtgebiet angesiedelte Hochschule Neubrandenburg ein wesentlicher Kooperationspartner. Studierende des Fachbereichs Soziale Arbeit, Bildung, Erziehung werden über ein Jahr lang einzelne Projekte im Rahmen ihres Studiums begleiten.

Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Bürgerinnen und Bürgern zur selbstständigen Umsetzung von Ideen in ihrem Stadtgebiet zu motivieren.

Hintergrund

Seit September 2021 ist die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg eine von insgesamt 40 Kommunen in ganz Deutschland, die durch das Bundesmodellprojekt „Zukunftswerkstatt Kommunen – attraktiv im Wandel“ (ZWK) begleitet und unterstützt wird.

Mit einer Projektfördersumme von insgesamt 150.000 Euro soll bis zum Ende des Jahres 2024 eine Strategie entwickelt werden, die die Stadt bei der Bewältigung des demografischen Wandels unterstützt, Entwicklungspotenziale fördert und Zukunft neugestaltet. Ziel ist es, spezifische Konzepte und Visionen für Neubrandenburg zu erarbeiten, um neue Halte- und Anziehungsfaktoren zu finden und die Auswirkungen des demographischen Wandels abzumildern.

Mit Hilfe eines sogenannten Werkstattplans wurden in mehreren Workshops Maßnahmen erarbeitet, die nun in die Umsetzung gehen.

Ein langfristiges strategisches Ziel ist dabei die Gründung eines Zukunftsausschusses, um auch nach der Projektlaufzeit weiterhin aktiv an relevanten Themen zu arbeiten. Ein mittelfristiges Ziel sind Bildungsreihen zum Thema innovative Wohnkonzepte, um gerade junge Menschen und Familien für Neubrandenburg zu begeistern. Ein kurzfristiges Ziel stellt die Unterstützung und Förderung von neuen Initiativen und offenen gesellschaftlichen Strukturen dar. Diese sollen die Kommunikation und den Austausch der Bürgerinnen und Bürger untereinander in den Stadtteilen verbessern und das generationenübergreifende Miteinander aktiv fördern.